Paganini´s...

Sie haben die Wahl:

Dienstag, 9. August 2016

Das wunderbare Wort zum Sonntag...

...mit KnallBummPauke...
(diesmal schon zum Mittwoch)


Tja, nun ist es soweit, Generationenwechsel...

...und dennoch trifft hier Gothic auf melancholic Punk (Häh, bitte wat?) und Rap...
 UND (Uijuijui, wieviel "und" denn noch...?)
 ...der Eine trifft auf den Anderen und BEIDE auf die eine, aktuelle, politische Situation...





Paganini, der Kater, in der Redaktionskonferenz:

Kinder, wisst ihr noch? Damals, in unserem 3. Leben? -
Ein Fell wie schwarz gelackt, schattengetränkte Augen mit glasigem Blick,

Sehnsucht im Herzen und Leiden an Allem. Die Süße, die Schwere, die Gier nach
Entgrenzung. Der Tod schien so fern und so nah wie das Meer, das in den Himmel fällt...
Und nun dies ...!

Im Ernst,
denken Redakteurin und Redaktion,
ist Romantik noch möglich?

Romantik lebt von Todessehnsucht.
Synonym für Ewigkeit, Schönheit und Symbiose.
Angesichts eines täglich drohenden Todes - in alltäglichsten Situationen (wie U-Bahn, Bus, Einkaufszentrum und öffentlichen Lustigkeiten) - ist er als Synonym für Ewigkeit, Schönheit und Symbiose einfach weg.

Der Tod der Romantik nämlich hieß schon immer: Realität!




Die Zeiten ändern sich. Und damit ihre Lieder.


AKTUELL: 

Unsere Straße in Berlin, Neukölln, Rixdorf. 
Von Rechts kommen 20 Mann mit Schlagstöcken, Fahrradschlössern und Eisenstangen. 
Von Links kommen 20 Mann mit Totschlägern. 
Personen sind, pardon, kurdisch-türkischen Aussehens.
 
Fenster und Balkone besetzt von filmenden Handys. 

Wir denken: Wir müssen keine Polizei rufen, da sind doch so viele Handys aktiv.

Die Polizei trifft 30 Minuten später ein.

Maschinengewehre. ALLE, die noch nicht bei Tatütata weg gelaufen sind,
müssen an die Wand oder auf den Boden.

Die Handys in den Fenstern und Balkonen filmen weiter.

Ja,

"Unser täglich Brot".

Mitten in Neukölln. Rixdorf.


Donnerstag, 4. August 2016

Die wunderbare Katze des Derrida:

Im Gedenken an diese Muse. Zum Weltkatzentag. 


Derrida kommt aus der Dusche. Seine Katze erblickt ihn. 
Tier und Mensch. Angesicht zu Angesicht.
Derrida empfindet Scham. 

Denn er ist nackt.

„Das Tier schaut uns an und wir stehen nackt vor ihm.
Und vielleicht fängt das Denken an genau dieser Stelle an


By Paganini´s


Die Katze war eine Ur-Tante neunten Grades von Paganini, dem Kater. 
Sie überlieferte diese Szene folgendermaßen an Ihre Verwandtschaft:

Mein Angestellter " Herr Derrida" legte auf einmal sein Fell ab - das sowieso stets eigenartig anmutete - und verschwand hinter einer Tür.  
Als er erneut in dieser Tür erschien, war er bedeckt mit Wassertropfen.
Ich wunderte mich über das eigentümliche Verhalten, da es normalerweise wenig Genuss verspricht, nass zu werden.
Derrida erzitterte ob meines Blicks, den ich sofort in sanfteres Gelb-Grün übergehen ließ.
Mir schien, als habe ich ihn bei etwas sehr Peinlichem ertappt. 

Das ist ja auch der Fall gewesen. Wer lässt schon Wasser an seine Haut. Doch Derrida - in Windeseile in ein weiches Fell schlüpfend - stellte alsbald ein silbernes Schälchen Milch vor mich hin.
Damit war für mich der Fall erledigt!

Für Jacques Derrida war diese Begebenheit allerdings ein Schlüssel-Erlebnis.
Seine tierphilosophische Entwicklung nahm hier ihren Anfang:

Was ist die Schamhaftigkeit, wenn man nur schamhaft sein kann, indem man schamlos bleibt, und umgekehrt? 

Der Mensch wäre nie mehr nackt, weil er über den Sinn für die Nacktheit verfügt, das heißt über die Schamhaftigkeit oder die Scham. 

Das Tier wäre in der Nicht-Nacktheit, weil nackt, und der Mensch dort in der Nacktheit, wo er nicht mehr nackt ist. 

Da haben wir eine Differenz, eine Zeit (temps) oder eine Gegen- beziehungsweise Unzeit (contretemps) zwischen zwei Nacktheiten ohne Nacktheit. 

Diese Gegen-/Unzeit beginnt gerade erst, uns Schwierigkeiten zu bereiten (donner du mal), und zwar seitens des Wissens um Gut und Böse (mal). 
(Jacques Derrida,  Das Tier, das ich also bin)





Eine tierische Muse. Ein Mensch und ein Kopf. 

Mehr braucht´s manchmal nicht!

(Weltkatzentag ist 2016 der 08.08. und fällt folglich mit dem Friedensfest zusammen. Miauuu!)

Mittwoch, 27. Juli 2016

Und wenn es Liebe ist...

...und Kater Paganini tatsächlich ein Seelen-Gefährte von Jener...


...wie er zu glauben scheint, dann ist es doch umso herrlicher, berlinischer und 
sommer-sonnen-pausen-schöner, dass eben Jene, noch länger als geplant, in
Paganini´s Stadt in 12 ( Zahlen-Zauber!) Persönlichkeiten auf der Leinwand im
Hamburger Bahnhof  herumstiefeln darf, soll, muss und kann:

Cate Blanchett in Manifesto (bis Mitte September verlängert)

 Manifesto, 2014/2015© VG Bild-Kunst, Bonn 2016



Falls sie (wir) aus der Hängematte der ewig währenden Sommerpause herauskommen, 
berichten die Paganini´s  von den letzten Tagen dieser (hoch gepriesenen) Ausstellung in Kürze:

Julian Rosefeldt. Manifesto




Entre Nous:

Die zahlreichen Veranstaltungs-Ankündigungen unseres Blogs in der letzten Zeit.  sollten über eine gewisse Sommer-Mattigkeit der Paganini´s-Redaktion nicht hinweg täuschen

Freitag, 22. Juli 2016

Die wunderbare Fotografen-Ikone in Berlin:

Kevin Cummins quasselt mit John Robb ...


(...oder ist es umgekehrt?)



Kevin Cummins & John Robb @flickr.com


Wir wissen es nicht. Denn noch ist es nicht so weit!

Aber eines ist sicher:
Kevin Cummins kommt nach Berlin.
Und sicher ist auch, dass er auf John Robb treffen wird.

Cool!

Ja, cool,
so sagt man doch.
Wenn Kult auf Kult trifft.
Am kommenden Freitag.

Im Posh Teckel!
Einer Berliner Kiezdackelbar.

Ein Dackel wie ein Kater!
Nun: fast ein Dackel wie ein Kater!

Hingehen lohnt. Denn Kevin Cummins lohnt.
Ever!






Zum  wunderbaren Kevin Cummins führt dieser Link 
http://www.kevincummins.co.uk/



Montag, 11. Juli 2016

Das wunderbare Automatic Writing...

...by William Kentridge


               


Und die wunderbare Ausstellung im Martin-Gropius-Bau:

NO IT IS !
William Kentridge 

Ausstellungen / Performances / Lectures

 Der Südafrikaner William Kentridge (* 1955) gehört zu den international bedeutenden zeitgenössischen Künstlern. Er ist nicht nur bildender Künstler, sondern auch Filmemacher, Regisseur und ein großer Erzähler. Seit mittlerweile mehr als drei Jahrzehnten bewegt sich sein umfassendes Schaffen durch unterschiedliche künstlerische Disziplinen. Sein interdisziplinäres Gesamtwerk wird erstmals in Berlin von den Berliner Festspielen präsentiert: im Martin-Gropius-Bau (12. Mai bis 21. August 2016) und im Haus der Berliner Festspiele im Rahmen des Festivals Foreign Affairs (5. bis 17. Juli 2016)...MEHR!



Freitag, 8. Juli 2016

Das wunderbare Statement als "Video-Installation"...

... zur Verschärfung des Sexualstrafrechts 2016:



E. E. Cummings - Lady, I will touch you with my mind...






Paganini, der Kater, in der Redaktionskonferenz, seine Schnurrhaare zwirbelnd:


Mäuschen, I will touch you and touch you and touch you...
...with my brain...

Gänsehaut-Feeling bei Redakteurin und Redaktion.




Freitag, 1. Juli 2016

Das wunderbare Pausenbrot: III. Teil!

2 Tage Bachmannpreis live auf 3Sat.
Die Gedanken kamen, die Gedanken gingen. Aber:


TROTZDEM

In der Nussschale schaukelt´s sich schlecht. Viel zu klein, mein Herz.
Hin und Her. Gar nicht schwere See. Nur Blau. So Blau. Und Hin und Her.
Gar nicht schwer. Viel zu leicht, weil als zu leicht befunden. Buuuh!
Gewogen und zu dünne. Nur ne Nussschale. Die schaukelt.
Und ich?
Und ich sitz mittendrin!

Durch´s Nadelöhr geht´s vielleicht leichter. Ich verdünnisier mich. Ciao, ciao.
Ich vertschüsse mich. Wie ein Kalauer. Ohne viel Tamtam. Und ohne Wort.
Doch mit Gelächter. Einige Male gefaltet. So sollte es funktionieren. Neee!
Ein Kamel, wer sich für ein Kamel hält. Nur ein Möchtegern. Der dünn sein will.
Und Du?
Und Du versuchst es. Mit allen Mitteln!

Kann denn Liebe Sünde sein? Blöde Frage. So blöd wie ein Bocks-Sprung.
Vom Dach. Oder wie ein Flötenton. Unter´m Weihnachtsbaum: „Oh Du –
Fröh – li – che- eh.“ Viel zu schief. Aber mit gutem Willen. Tuuut!
Gepfiffen und in den Wind geschossen. Nur so ein Ton. Der vergeht.
Und wir?
Wir sagen "trotz-dem"!

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Paganini, der Kater, trägt nun eine rote Baskenmütze.
Er hat sich in Stefanie Sargnagel verguckt:
http://bachmannpreis.orf.at/stories/2773162/




By Paganini´s




Einen wunderschönen, sonnigen Juli wünschen die Paganini´s.

Von der Pausen-Insel.






P.S. 2002 Bachmannpreis-Träger Peter Glaser mit der " Geschichte von Nichts" ein Universum.