Paganini´s...

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Freitag, 25. Mai 2012

Der wunderbare Buchanfang! IV. Teil:

"Ein Buch, das nicht mit einem Paukenschlag anfängt, lese ich nicht!"
(Zitat von Paganini, dem Kater)

Die Paganini´s-Redaktion will sich dieser Polemik nicht zu Hundert Prozent anschließen.
Und doch bleibt es unbestreitbar: Die Verführungskraft der ersten Zeilen eines Buches entscheidet
sehr wohl darüber, ob wir es tatsächlich zu Ende lesen, oder frühzeitig zur Seite legen.

Deshalb in loser Folge bei Paganini´s:
"Der wunderbare Buchanfang!"

Hier und Heute, weil unvergleichlich, Christian Erdmann, "Aljoscha der Idiot":

1

Das Unheimliche draußen vor dem Fenster starrt wie ein Nachtmahr in das Zimmer, in dem ein junger Mann apathisch daliegt, dunkle Schatten unter den Augen, dunkle Träume hinter den Augen. Man könnte ihn für einen Dandy halten, hingegossen auf sein Lager, entkräftet von genossenen Exzessen, jedoch allen Lebenslagen überlegen und geneigt, sie allesamt wie ein Gemälde zu betrachten.  Aber dieser erstgeborene Sohn - eigentlich zweitgeboren, denn der Erstgeborene war tot geboren - ist kein Dandy. Sein Name ist Aljoscha Tuschkin. Er kam zur Welt im Herzen Rußlands am Ende einer Frühlingsnacht. Im schweren Kopf herum geht ihm die alte russische Weise vom Tölpel, der sieben Tölpel übertölpelt. Er wühlt mit einer Hand im schwarzen Haar, als wäre Katzenjammer nah.




Buch-Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=26mZ_O5-aRo



Paganini, der Kater, in der Redaktionskonferenz:
"Denkt ihr auch manchmal in moralischen Kategorien???
Was tut dieser Mensch, dieser C. E., der Leda an, der süßen Maus...?"

Betroffenes Schweigen von Redakteurin und Redaktion in der Konferenz...!





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