Paganini´s...

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Donnerstag, 14. Juni 2012

Das wunderbare Katzen-Gedicht:

...ausgewählt von Paganini, dem Kater!



Rainer Maria Rilke
Der Panther, (Im Jardin des Plantes)


Paganini, der Kater
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –

und hört im Herzen auf zu sein.
(1902)



Paganini, der Kater, in der Redaktionskonferenz:
...SCHLUCHZEN...!
Ich, die Redakteurin, trage ihn sachte zum Fensterbrett:
Sehen Sie, Herr Paganini, hier haben Sie einen sehr freien Blick, hinein ins Grün eines Baumes...!
Des Katers Blick streift mich furchtbar:
Seien Sie ehrlich, Madame! Seien Sie nur ein Mal ehrlich zu mir! Könnte ich Sie feuern, wenn ich wollte...???

Ein Schreckenstag für Redakteurin und Redaktion...!






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