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Freitag, 3. Januar 2014

Die wunderbare Mythologie! V. Teil:

Von den Erinnyen und den Eumeniden!




Zeichnung aus dem 19. Jhdt. nach Vorbild einer antikenVase


Ja, die wunderbare Mythologie!
In loser Folge will Paganini´s ein Streiflicht darauf werfen, so wie die
Mythologie von jeher das Dunkel unserer (Menschen-)Welt durchleuchtet hat.
Sie fand die Chiffren für das Prinzip, das uns bewegt:
Das Schicksal des Menschen, ein Mensch zu sein!

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Ein Jeder kennt sie. Einen Jeden finden sie.
Egal wie und wo wir uns verstecken. Sie suchen uns auf. Sie suchen uns heim.
Im Innen. Als Gewissens-Biss. Als diffus erscheinendes Schuldgefühl. Als Tic.
Als zweifelhaftes Ritual. Als Zwang.
Im Schlaf. Als Albtraum.
Im Wachen. Als Hysterie. Als  Neurose. Als Wahn.
Denn: Sind wir nicht Alle ein bisschen Ödipus?

Ein jeder schaut mal in ihre glühenden Augen. Auf einen Jeden zeigen sie einmal
mit loderndem Finger.
Die Hassenden. Die Rachsüchtigen. Die Neidischen.
Denn: Sind wir nicht alle ein bisschen Orest?

Und sind wir nicht alle, im Innen, im Außen, ein bisschen Erinnye?

Oh, armer Orest. Erst tötet die Mutter mit dem Dreizack den Vater ihm.
Dann befragt er das Orakel von Delphi. Nimmt dessen Spruch auf sich.
Und rächt den Vater durch die Ermordung der Mutter.

Unversehrtheit der Mütter aber ist der Erinnyen oberstes Gebot!
Orest kann fliehen wohin er will.
Die Erinnyen zeigen ihre Macht. Sie schlagen ihn mit Wahn.
Rollenden Auges und mit schäumendem Mund fleht der um Hilfe.
Er fleht um Rechtsbeistand. Er fleht um objektiven Richter-Spruch.
Das Gericht tagt.
Orest stellt sich der Schuld. Orest nimmt die Schuld an. Orest läuft nicht mehr davon.

Und siehe da: Auge in Auge mit den Erinnyen, verwandeln die Furchtbaren sich in
die Eumeniden, die Wohlgesonnenen.
Denn auch die Erinnyen sind bestechlich. Durch die Weisheit.
Und die sagt, wie wir alle wissen:
Schuld, durch immer neue Schuld zu tilgen, ist von Gestern!


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...und was lernen wir aus dieser uralten Geschichte?
Nichts, aber auch wirklich Nichts hat sich verändert!
Seit Ur, das der Anfang war !




Aus Wikipedia:

Die Erinyen oder Erinnyen (griechisch Ἐρīνύς , Pl.: Ἐρινύες) – bei den Griechen auch als Maniai, „die Rasenden“, später als Eumeniden (Εὐμενίδες), bei den Römern als Furien bezeichnet – sind in der griechischen Mythologie drei Rachegöttinnen:
  • Alekto (Ἀληκτώ), „die (bei ihrer Jagd) Unaufhörliche“
  • Megaira (Μέγαιρα, deutsch auch „Megäre“), „der neidische Zorn“.
  • Tisiphone (Τισιφόνη, auch: Teisiphone), „die Vergeltung“ oder „die den Mord Rächende“. Sie wird auf griechischen Amphoren häufig mit Hundekopf und Fledermausschwingen dargestellt.
Sie stellen die personifizierten Gewissensbisse dar. Im matriarchalen Kontext gelten sie als Verteidigerinnen mutterrechtlicher Prinzipien. Sie stehen im Zusammenhang mit Totenkult und Fruchtbarkeitsthematik.



Paganini´s wünscht ein wunder-volles neues Jahr!
Welcome 2014!



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