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Donnerstag, 1. Januar 2015

Die wunderbare Mythologie! VII. Teil:

Eris, der Neid und ein Apfel! Oder auch: Spieglein, Spieglein an der Wand...?



Eris auf einer griechischen Darstellung (ca. 550 v. Chr.), Wikipedia

Ja, die wunderbare Mythologie!

In loser Folge will Paganini´s ein Streiflicht darauf werfen, so wie die
Mythologie von jeher das Dunkel unserer (Menschen-)Welt durchleuchtet hat.
Sie fand die Chiffren für das Prinzip, das uns bewegt:
Das Schicksal des Menschen, ein Mensch zu sein!

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Eris, Göttin der Zwietracht und des Neides 

Wie raffiniert, nichts weiter zu tun, als Dreie um Eines wetteifern zu lassen.
Denn Neid und Eifersucht werden durch diese Göttin in die Welt gebracht.
Mit ziemlich fiesen und simplen Tricks!

Den goldenen Apfel wirft sie mit gackerndem Lachen von der Schwelle aus in den Saal,
in dem sich ausnahmslos die große, göttliche Verwandtschaft zu Fest und Schmaus versammeln durfte.
Nur SIE, die hinkende, verschrumpelte, kleine Frauengestalt, muss vor der Türe bleiben.
Peleus und Thetis luden sie nicht zum Mahl.
Der Neid ist es also, der Eris verleitet, die eifernde Sucht zwischen drei Grazien zu entfachen:
Besagter Apfel, verziert mit der Aufschrift "Der Schönsten", wird für Aphrodite, Athene und Hera zum Objekt der Begierde.
Und einer Jeden der Holden fällt auf, ganz plötzlich, wie ein perfider Stich mit scharfer Waffe, worin ein individueller Mangel zu finden ist. Der blühenden Aphrodite fehlt die Glut der Hera, der weisen Athene fehlt die Süße der Aphrodite und so weiter und so fort.
Die Grazien ziehen einander an den Haaren und zetern, dass es Zeus nur so in den Ohren kracht.
Eris dagegen, berauscht durch das entfesselte Schauspiel, verwandelt sich derweil zu wahrem Göttinen-Antlitz: Makel und Mangel weichen von ihr, werden zur Heimsuchung der Anderen.

Der Rest der Geschichte ist nur zu bekannt:
Paris, das Menschenkind, wird von Gottvater abkommandiert, den Streit zu schlichten.
Am Ende bekommt er nicht nur das schönste Weib der Welt ins Bett gelegt,
sondern entfacht ganz en passant den Trojanischen Krieg...!
...Denn weiter geht es mit der Eifersucht...!

Der Apfel?
Der ist immer da. Mit differierender Aufschrift. Immer zwischen uns. Zum Greifen nah.
Nicht gut. Nicht böse. Er zeigt uns nur: Den Mangel!

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...und was lernen wir aus dieser uralten Geschichte?
Nichts, aber auch wirklich Nichts hat sich verändert!
Seit Ur, das der Anfang war !


Der Zwergplanet Eris mit Mond


Aus Wikipedia:
Nach der Göttin der Zwietracht ist auch der Zwergplanet Eris benannt, dessen Entdeckung zu einem Streit um die Neudefinition des Begriffs „Planet“ und der kontrovers diskutierten Aberkennung des Planetenstatus von Pluto geführt hatte.

Der Zwergplanet wurde so metaphorisch zum Zankapfel der Astronomen.

(Damit wäre wieder einmal das analog-symbolistische Denken der Astrologie bewiesen!)
(Anmerk. der Paganini`s-Redaktion)


Ein wunderbar neidfreies 2015! 

Wünschen die Paganini´s!



 

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