Paganini´s...

Sie haben die Wahl:
Motto von Paganini, dem Kater:
"Es lebe die totale Subjektivität des Feuilleton!"

Redaktion: Annette van den Bergh (Freie Autorin, Texterin und Journalistin)

Samstag, 31. Dezember 2016

Welcome 2017...

...Sei Schönheit in Dir verpackt...!


Im Innen...


Die Paganini´s-Redaktion wünscht Ihnen und uns 

ein erfülltes, 

konstruktives 

und (in Ihrem/unserem Sinne) erfüllbares

2017!


(Schlimmer kann´s ja nimmer werden, als es 2015/2016 gewesen ist, odrrrrrrr...?)

Wie im Aussen...

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Die wunderbare Mythologie! X. Teil:


Loki, Gestaltwandler und Luftikus...


Loki und Sigyn von Mårten Eskil Winge (1863)

Ja, die wunderbare Mythologie!

In loser Folge will Paganini´s ein Streiflicht darauf werfen, so wie die
Mythologie von jeher das Dunkel unserer (Menschen-)Welt durchleuchtet hat.
Sie fand die Chiffren für das Prinzip, das uns bewegt:
Das Schicksal des Menschen, ein Mensch zu sein!

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Zwischen allen Stühlen geboren, bleibt man entweder auf dem Boden sitzen
oder man erhebt sich und setzt sich hin, wohin man eben will!

Loki, der Luftige, von Riesen abstammend und dennoch per Blutsbrüderschaft zu den Asen gehörend, ist heimatlos und deshalb frei.

Hübsch, geistreich, intelligent und wach, entgeht ihm nichts (und Niemand).
Er versteht zu bezaubern, unentbehrlich zu werden (für Odin höchst selbst), ist mal Narr, mal Höfling, zeigt auf verwundbare Stellen im Getriebe der Gottheiten und schert sich in Nichts um Bündnisse und Moral.

Er ist, als einer der ersten Individualisten, ein Fremdkörper der mythischen Welt, wird als Trickster verachtet und als Luftikus ohne charakterliches Rückgrat verkannt.

Vielgestaltig zieht er durch die Welt der Edda, vogelfrei und glatt wie ein Fisch, exotisch wie das achtbeinige Ross, das er selbst in die Welt bringt. Sein Ideen-Reservoir ist unermesslich.

In einer veralteten Welt verfolgt er einen geheimen Plan:

"Wie kann es sein", denkt er bei sich, "dass ein Gott der Schönheit und des Lichtes (Baldur, Odins Sohn!) nur strahlen kann, wenn die Wölfe der Finsternis (Fenriswolf, Lokis Sohn!) an der Kette bleiben?
Bin ich, Loki, als Vielgesichtiger nicht dazu da, die Welt von Gegensatz-Paaren zu befreien?"

Die Ordnung von Odins Welt erscheint ihm verlogen und verletzbar.
Letzteres beweist er, indem er Odins Sohn, also Baldur, durch List vom eigenen Bruder morden lässt.

Der Anfang von Ragnarök, dem gewaltigen Ende einer Struktur, geht somit auf Lokis Konto.
Aus Chaos und Anarchie wird das Neue geboren werden.

Denn auch Loki gehört zum ganz großen Spiel!

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...und was lernen wir aus dieser uralten Geschichte?
Alles ist, was es ist!
Nichts ist, was es zu sein scheint!

Freitag, 23. Dezember 2016

"Lippen abwischen und lächeln"...

...so geht Weihnachten in Berlin dann eben doch:

 

Mit Max Goldt im Heimathafen Neukölln


Er sagt so ein einfaches Wort wie "prachtvoll" und es klingt dann wie aus fernen Zeiten herüberwehend und exotisch, als sei es irgendwann ausschließlich für ihn erfunden worden.

"Max Goldt liest" und ist sein einzig möglicher Interpret:

Märchenonkel, Wolf mit Kreide, Wolf ohne Kreide, Großmutter, Rotkäppchen, scheinheiliger Zwerg mit üblen Hintergedanken, dazu Gottvater und über Allem beobachtend Wohnender.

Der Mann hat Gold und etliche weitere Metalle in der kräftigen Kehle. 


Klick auf Foto@Paganini führt zur virtuellen Lesung

Vor der diesjährigen Auswahl des künstlerischen Weihnachtsevents ist natürlich wie eh und je in den
Räumen der Paganini´s-Redaktion heftig diskutiert und analysiert worden. 

Zu Max Goldt´s Lesung sahen wir allerdings keine echte Alternative. 

Seine Definition von Weihnachten als einer der drei großen "Volksschwächen" war uns einmal sehr nahe und ist uns noch ziemlich nahe, trotz einer (mit dem Alter des Katers) zunehmenden Tendenz zu Traditionen und Sentimentalität.

"Weihnachten ist eine der drei grossen Volksschwächen. Die anderen beiden sind Autos und Fussball. Wer bevorzugt, sich seinen persönlichen Defekten zu widmen und daher schon terminlich Schwierigkeiten hat, an Massenschwächen teilzunehmen, sollte sich aber mit ihnen arrangieren, denn politische Systeme, die die Macht hätten, die Volksschwächen auszurotten, haben den Nachteil, dass sie mit rauchenden Ruinen und Leichenbergen zu enden pflegen. Wir wollen also gar nicht erst damit anfange, leise tickende Taschen auf Weihnachtsmärkten abzustellen, sondern gehen kühl lächelnd geführt von ruhigem, friedlichem Desinteresse, seitlich an ihnen vorbei - und dank der guten baupolizeilichen Bestimmungen in Deutschland ist es ja möglich, seitlich an so ziemlich allem, was hässlich ist, vorbeizugehen!..." 
Aus: Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens
Prosa und Szenen 2002 - 2004 / Rowohlt


Foto@Paganini, Hof des Heimathafen Neukölln


Zur Zeit ist es nicht mehr so leicht, an Allem, was hässlich ist, vorbei zu kommen. 
Das zeigt sich auch auf dem traumverloren schön beleuchteten Pausenhof des Heimathafen Neukölln

Hier trifft sich auch diesmal das Häuflein wartender Raucher zum solidarischen Qualmen (wie gut, dass wir nun e-cigarette dampfen und so -OHNE böse Konsequenz- dennoch dazu gehören!) und Austausch des einen, aktuellen, in der Berliner Luft liegenden Kollektiv-Themas. 


Jeder kennt Jemanden der Jemanden kennt, der auf DEM Weihnachtsmarkt gewesen ist, genau zu DER Zeit, als DAS passiert ist, was DA passiert ist. 


Satzfetzen werden laut und leise in den Wind geblasen. 


Es kann Jeden treffen und es hätte Jeden treffen können.
Das erscheint uns Hier und Heute, ganz kurz vor Weihnachten bei Max Goldt im Heimathafen Berlin, fast tröstlich. 


"Lippen abwischen und lächeln!"


Und dann geht´s wieder rein zur Lesung:



Dienstag, 20. Dezember 2016

IS reklamiert Anschlag...

...Berlin mahnt zur Besonnenheit!


Philosophien, Psychologien und Soziologien können in Minuten geschrieben sein und wir gewöhnen uns an das, was sowieso immer da ist: 

"Horror und Entsetzen!"


Kurz gesagt: 

"ES IST ZUM KOTZEN IN BERLIN. SEIT EINIGER ZEIT....!"


Nein, wir halten Sie nicht im Live-Ticker auf dem Laufenden.

Das machen Andere gut.






Wir bleiben einfach in Berlin...!


Donnerstag, 15. Dezember 2016

Das wunderbare "ohne Konsequenzen"...

...das es eigentlich nicht gibt...


... wie "das Kraut der Ewigkeit"...



Kater Paganini und seine Redaktion haben gesucht.

Gefunden wurde:  DIE E- CIGARETTE!


Fragestellung dazu aus dem VersuchsLabor der Paganini´s:
"GIBT ES DIE SELSBTZERSTÖRUNG OHNE JEDE NEGATIVE KONSEQUENZ?"

    UND

         "GIBT ES ALSO EIN TUN OHNE FOLGEN?"




Wir sind auf unser Experiment gespannt, bleiben indes gelassen

 und 

wünschen weiter Allerlei  zur wunderbaren Vorweihnacht!

Freitag, 9. Dezember 2016

»In einer Stunde kann’s aus sein«

...titelt der aktuelle Newsletter der Schaubühne. 


Also noch rasch das 


"wunderbare Wort zum Sonntag"


raushauen. 

Denn wenn es aus ist, dann ist es aus 

und da kann man scheinbar



Nix mitnehma / Georg Ringsgwandl






Jawohl, uns, den Paganini´s, ist die Paganini´s-Herbst-Winter-Pause bisserl langweilig geworden.

Auch wenn sich so mancher am Schneewittchen-Schlaf des Katers gefreut haben sollte.

Wir erwachen langsam und strecken die Glieder...!

So sorry!



Einen wunderbaren Advents-Sonntag mit 

dem besten
Advents-Sonntags-Prediger, der sich denken lässt, 


wünschen


Die Paganini´s!


Apropos:
Professor Bernhardi 
leistet Sterbehilfe in der Premiere der Schaubühne unter der Regie von
Thomas Ostermeier. 

NIX MITNEHMA aber ALLE WERDEN HINGEHEN (wenn sie denn eine Karte kriegen!!!):

http://www.schaubuehne.de/de/produktionen/professorbernhardi.html/m=319

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Das wunderbare "Welcome Refugees"...

...hat seine Grenzen!



Lesen Sie Zeitung, meine Damen und Herren und fahren Sie U-Bahn in Berlin, meine Damen und Herren, dann wundert Sie nichts mehr:

Wie kaputt ist Berlin?


Das fragt sich so Mancher und auch Chris Dercon in "Der Welt".



Angesichts einer (ästhetisch) faschistuid-monumental werbenden "Trutzburg" namens "Volksbühne" fühlt sich der, für 2017 avisierte, neue Hausherr doch arg gefordert. 

„Jetzt weiß ich, dass es gewisse Theaterkritiker und Theatermacher gibt, die in Deutschland nur deutsches Theater machen wollen für deutsche Städte und deutsche Kultur.“ 

Von der Berliner Volksbühne scheint er nichts zu verstehen. 
Auch nichts von der Liebe, die viele Berliner mit dieser verbindet. 

Warum denkt Dercon, dass er sich nicht bemühen müssen sollte, diese Liebe zu erringen?

Die Volksbühne  wehrt sich:

Dercon schreit nun erst recht AUAAAAAA und appelliert an die 
inflationär ausgerufene  Willkommenskultur.


Genau so schreit manch Deutscher in der U-Bahn Berlin nach Gerechtigkeit:


Refugees über Alles und wo bleiben wir?


So hören wir täglich "alteingesessene" Obdachlose und Obdachlosen-Zeitungs-Verkäufer, die nun die Refugees um so Manches beneiden...

.
...Uijuijui..., so kaputt also is et..., dat BERLIN...?!



Welcome 2017


und


Willkommen zum kontroversen Diskurs 

in diesem wunderbaren Berlin!

(Das kann ja heiter werden...)






P.S.: Dies ist ein radaktioneller Beitrag als "Pausenbrot" von Chefredakteur Paganini!